Ausflugsroute.

Eine Reise in andere Zeiten

Sóller

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Bei Ankunft in Sóller fühlen wir uns sofort von einer Atmosphäre umgeben, die uns sagt, dass wir an einem ganz besonderen Ort angekommen sind. Auf dem kurzen Spaziergang vom Bahnhof mit seinen Ausstellungen von Picasso und Miró zur Straßenbahn, durch friedliche Straßen mit Häusern im Jugendstil bemerken wir schon den bezaubernden Charakter


Mehr über "Sóller"

Sóller ist eine ganz andere Stadt, sie ist kosmopolitisch und verträumt, sie besitzt noch heute den besonderen Charme des europäischen Jugendstils und die typische Ruhe von Mallorca. Sóller liegt in einem fruchtbaren Tal, das es sich mit der Ortschaft Fornalutx und dem kleinen Dorf Biniaraix teilt; insgesamt leben hier rund 13.000 Einwohner. Das Tal ist weithin bekannt für seine Orangenplantagen und die tausendjährigen terrassenförmig angelegten Olivenhaine. Es ist anders als die übrigen Dörfer und Städte auf Mallorca. Häuser mit prachtvollen Vorhallen und Gärten, das Umfeld voller Orangen- und Olivenbäumen, der Zug und die Straßenbahn... Jene französisch angehauchte Atmosphäre seiner Jugendstilarchitektur und seine Gebirgspfade geben ihm einen ganz persönlichen Charakter, der diesen Ort zu einem unbedingten Besuchsziel machen. Zu früheren Zeiten war der Export von Orangen das Geschäft par excellence dieser Ortschaft. Nach der Plage im 19. Jh. und der Auswanderungswelle in verschiedene Regionen Frankreich und nach Amerika kehrten viele "sollerics" (Menschen aus Sóller) mit Taschen voller Reichtum zurück und ließen die prachtvollen Häuser im Jugendstil erbauen, die noch heute die Besucher beeindrucken. Dank dieses wirtschaftlichen Aufschwungs konnte die Bank von Sóller oder die Eisenbahn im Jahre 1912 entstehen. Der Platz "Plaza Constitució", über den die Straßenbahn fährt, ist das Herz der Stadt. Alte Bäume bieten angenehmen Schatten, und die Spatzen und Tauben streiten sich um die Brotkrümel, die von den Touristen verstreut werden. An einer Seite des Platzes erheben sich majestätisch die Bauwerke des Architekten Joan Rubió: die Bank von Sóller und die Jugendstilfassade der Kirche Sant Bartomeu, deren nüchternes und seinerzeit barockes Inneres zum Meditieren einlädt. An den Plaza Constitució schliesst sich die Calle Lluna an, seit jeher die Einkaufsstraße von Sóller. Das eine gute Gelegenheit, um beispielsweise einige der kulinarischen Spezialitäten wie Pastete oder Olivenöl einzukaufen, obgleich auch das handwerklich hergestellte Eis und die Süßspeisen große Versuchungen sind. In dieser Straße befindet sich das Haus "Casa de la Lluna" aus dem 15. Jh. mit dem Gesicht des Mondes aus Stein, und vor allem das Haus "Can Prunera", ein eindrucksvolles Beispiel für die Jugendstilarchitektur. Wenn wir in der gleichen Richtung weitergehen, erreichen wir hübsche Flecken im Gebirge wie die Schlucht von Biniaraix oder das benachbarte Fornalutx. Wenn wir dagegen im Zentrum von Sóller bleiben, können wir gleich vom Plaza Constitució aus die mit Kopfstein gepflasterten Gassen der historischen Altstadt besuchen, die mit hübschen Blumentöpfen an den Seiten geschmückt sind. Ganz in der Nähe liegt das Museum Casa de Cultura, in dem Erinnerungen an die Traditionen des Dorfes aufbewahrt werden, sowie die herrschaftliche Atmosphäre der Gran Vía mit altem Baumbestand und prächtigen Häusern. Die Straße Isabel II, ebenfalls mit sehenswerten Häuserfassaden, führt zum Kloster Sagrats Cors. Es handelt sich um ein Bauwerk aus dem 18. Jh., dessen Weihe der berühmte Mönch Fray Junípero Serra, Prediger des Evangeliums in Kalifornien, beiwohnte. Hier ist die kleine Christusfigur hervorzuheben, der Wunder nachgesagt werden. Ganz in der Nähe liegt auch schon das Naturwissenschaftliche Museum und der Botanische Garten der Balearen, mit hübschen Spazierwegen und Eckchen, in denen man ausruhen und gleichzeitig etwas lernen kann. Sóller hat seinen Besuchern noch viel mehr zu bieten.

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